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IDS Software Suite 4.96.1

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Getriggerter Betrieb

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Im getriggerten Betrieb befindet sich der Sensor in einem Wartezustand und startet die Belichtung beim Eingang eines Triggersignals. Ein Triggerereignis kann per Softwarekommando (Softwaretrigger) oder mit einem elektrischen Signal über den digitalen Eingang der Kamera ausgelöst werden (Hardwaretrigger).

Im Folgenden werden die unterschiedlichen Triggermodi der uEye Kameras erklärt. Der gewünschte Modus muss vorher in den Kameraeigenschaften des uEye Cockpit oder per API-Kommando ausgewählt werden.

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Hinweis zu den schematischen Diagrammen

Die Abbildungen zeigen die Abläufe beim Bildeinzug schematisch. Die Zeiten für Belichtung und Auslesen des Sensors sowie Übertragung hängen vom Kameramodell und den aktuellen Parametern ab. Die Dauer der Vorverarbeitung richtet sich nach den verwendeten API-Funktionen (z. B. Farbkonvertierung, Kantenverstärkung).

Für weitere Informationen zum zeitlichen Ablauf im Blitzbetrieb siehe Kapitel Digitale Ein-/Ausgänge.

Software-Triggermodus

Wenn dieser Modus aktiviert ist, wird beim Aufruf der Funktion "Einzelbild" eine Bildaufnahme ausgelöst und das Bild anschließend zum PC übertragen. Beim Aufruf der Funktion "Livebild" in diesem Modus werden fortlaufend Bildaufnahmen ausgelöst und Bilder übertragen.

Abb. 3: Software-getriggerter Betrieb mit fortlaufender Bilderfassung

Abb. 3: Software-getriggerter Betrieb mit fortlaufender Bilderfassung

* Blitzfunktion optional. Siehe auch Digitale Ein-/Ausgänge

Hardware-Triggermodus

Wenn dieser Modus aktiviert ist, wird die Kamera beim Aufruf der Funktion is_FreezeVideo() (Einzelbild) in einmalige Triggerbereitschaft versetzt. Auf ein elektrisches Triggersignal hin wird ein Bild aufgenommen und übertragen.

Beim Aufruf der Funktion is_CaptureVideo() (Livebild) wird die Kamera in fortlaufende Triggerbereitschaft versetzt. Auf jedes elektrische Triggersignal hin wird ein Bild aufgenommen und übertragen, die Kamera befindet sich danach wieder in Triggerbereitschaft (empfohlene Vorgehensweise).

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Bei getriggerter Bildaufnahme kann die Kamera erst nach Abschluss der Datenübertragung zum PC wieder ein Triggersignal verarbeiten. Treten während der Belichtung oder Übertragung Triggerereignisse auf, werden diese ignoriert. Die Anzahl der ignorierten Ereignisse wird kameraintern registriert und kann vom PC ausgelesen werden.

Bei Modellen, die verzahntes Triggern unterstützen, ist es möglich, eine neue Bildaufnahme zu triggern, während das vorhergehende Bild noch ausgelesen wird (siehe Kamera- und Sensordaten).

Abb. 4: Hardware-getriggerter Betrieb mit fortlaufender Bilderfassung

Abb. 4: Hardware-getriggerter Betrieb mit fortlaufender Bilderfassung

* Blitzfunktion optional. Siehe auch Digitale Ein-/Ausgänge

Bildrate im Triggermodus

Bei vielen Sensoren ist die maximale Bildwiederholrate im getriggerten Modus kleiner als im freilaufenden Betrieb, da diese Sensoren sequenziell belichten und übertragen. Die erreichbare Bildwiederholrate im Triggermodus ist dadurch von der Belichtungszeit abhängig. Die komplette Dauer der Bildaufnahme im Triggermodus lässt sich näherungsweise mit folgender Formel berechnen:

Beispiel: Bei maximaler Belichtungszeit ist die Bildwiederholrate etwa halb so hoch, bei minimaler Belichtungszeit etwa gleich wie im freilaufenden Modus.

Bildrate beim verzahnten Triggern

Manche Sensoren unterstützen verzahntes Triggern (siehe Kamera- und Sensordaten). Dadurch ist es möglich, eine neue Bildaufnahme zu triggern, während das vorhergehende Bild noch ausgelesen wird. Diese Sensoren erreichen im Triggermodus annähernd die gleiche Bildrate wie im freilaufenden Modus.

Die maximal erreichbare Bildrate im Triggermodus ist bei diesen Sensoren nicht von der Belichtungszeit abhängig. Die maximale Bildrate wird wie im freilaufenden Modus über die Funktion is_SetFrameRate() eingestellt. Um lange Belichtungszeiten im Triggermodus zu ermöglichen, muss eine niedrige Bildrate gewählt werden. (Beachten Sie, dass der mögliche Bereich für die Belichtungszeit durch den Pixeltakt und die Bildrate bestimmt wird. Bei niedrigen Bildraten sind hohe Belichtungszeiten möglich, bei hohen Bildraten verkürzt sich die maximal mögliche Belichtungszeit.)

Freerun-Synchronisation

In diesem Modus können Kameras, die sich im freilaufenden Modus (Livemodus, siehe oben) befinden, mit einem externen Triggersignal synchronisiert werden. Die Kameras bleiben dabei im freilaufenden Modus. Auf das Triggersignal hin wird die aktuelle Bildaufnahme abgebrochen und neu gestartet. Dieser Modus kann verwendet werden, um mehrere Kameras im schnellen Livemodus aufeinander zu synchronisieren. Dieser Modus wird nicht von allen Kameramodellen unterstützt.

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Der Modus Freerun-Synchronisation wird derzeit nur von den Kameramodellen UI-146x/UI-546x unterstützt.

Abb. 5: Freerun-Synchronisation mit einem Hardwaretrigger

Abb. 5: Freerun-Synchronisation mit einem Hardwaretrigger

* Blitzfunktion optional. Siehe auch Digitale Ein-/Ausgänge

Siehe auch:

•Grundlagen: Freilaufender Betrieb

•Grundlagen: Digitale Ein-/Ausgänge

•uEye Cockpit: Trigger

•Programmierung: Kameraspeicher verwenden (GigE uEye Kameras)

Programmierung:

•Bildaufnahmemodi: Trigger