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IDS Software Suite 4.95

Beim Binning werden mehrere Pixel auf dem Sensor zu einem Wert gemittelt oder addiert. So lässt sich die Datenmenge senken und die Kamerageschwindigkeit erhöhen. Das aufgenommene Bild hat zwar eine kleinere Auflösung, zeigt jedoch immer noch den gleichen Bildausschnitt wie ein Bild mit der vollen Auflösung. Dieser Modus eignet sich zum Beispiel für einen schnellen Vorschaumodus bei hochauflösenden Kameras. Je nach Binning-Verfahren (addieren oder mitteln) kann sich das Bild verändern:

•Werden die Pixelwerte aufaddiert, erhöht sich die Bildhelligkeit.

•Werden die Pixelwerte gemittelt, verbessert sich das Rauschverhalten des Bildes.

Zusätzlich wird unterschieden, ob ein Sensor Monochrom- oder Farb-Binning durchführt:

•Beim Farb-Binning, welches von den meisten Farbsensoren durchgeführt wird, werden jeweils Pixel gleicher Farbe miteinander verrechnet (siehe auch Farbfilter). Bei manchen Monochromsensoren wird ebenfalls Farb-Binning durchgeführt, wodurch leichte Artefakte entstehen können.

•Bei den meisten Monochrom- sowie manchen Farbsensoren werden jeweils benachbarte Pixel des Bayer-Patterns verrechnet, die Farbinformation geht dabei verloren (Mono-Binning).

uEye Kameras unterstützen modellabhängig unterschiedliche Binning-Faktoren. Das Binning kann unabhängig voneinander in horizontaler und vertikaler Richtung eingeschaltet werden.

Welches Binning-Verfahren und welche Binning-Faktoren ein Kameramodell unterstützt, ist im Kapitel Kamera- und Sensordaten aufgeführt.

Abb. 36: Binning bei Monochromsensoren

Abb. 36: Binning bei Monochromsensoren

Abb. 37: Binning bei Farbsensoren

Abb. 37: Binning bei Farbsensoren