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Bilddarstellungsmodi

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Der Treiber bietet verschiedene Modi für die Darstellung der eingezogenen Bilder an. Je nach Anwendungsfall empfehlen wir den Bitmapmodus, die Verwendung der Direct3D-Funktionen oder OpenGL.

Für eine Liste der API-Funktionen zur Bilddarstellung siehe Vorgehensweise: Bilddarstellung.

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Die Darstellungsmodi "DirectDraw BackBuffer" und "DirectDraw Overlay-Surface" sind veraltet. Verwenden Sie stattdessen die Direct3D-Funktionen (siehe auch Veraltete Funktionen).

1. Bitmap-Modus (Device Independent Bitmap, DIB)

Im Bitmap-Modus wird ein über die uEye Kamera eingezogenes Bild in den Hauptspeicher des PCs geschrieben. Die Bildausgabe wird vom Anwender selbst programmiert. Die Anwendungssoftware veranlasst über die Funktion is_RenderBitmap() die Darstellung des Bildes durch die Grafikkarte. Die CPU-Last kann dadurch etwas höher sein als bei der Direct3D-Darstellung.

Der Vorteil des Bitmap-Modus ist die Kompatibilität zu allen Grafikkarten sowie die Möglichkeit des direkten Zugriffs auf die Bilddaten im Speicher. Overlay-Funktionen müssen vom Anwender programmiert werden. Da das Betriebssystem die Steuerung der Bildausgabe übernimmt, kann das Bild von anderen Fenstern und Dialogboxen ganz oder teilweise überlagert werden.

Abb. 6: Funktionsweise des Bitmap-Modus

Abb. 6: Funktionsweise des Bitmap-Modus

2. Direct3D-Modus (nur unter Windows mit DirectX)

In diesem Modus werden die Bilddaten vom Treiber in den nicht sichtbaren Bereich der Grafikkarte geschrieben. Dieser Prozess läuft selbstständig und muss nicht durch die Anwendungssoftware gesteuert werden. Voraussetzungen sind hierbei ein installierter Direct3D-Treiber, ausreichend Speicher auf der Grafikkarte und Unterstützung der Direct3D-Funktion durch die Grafikkarte (siehe Systemanforderungen). Im Allgemeinen bieten Grafikkarten hier bessere Leistung als auf dem Mainboard integrierte Grafikchips. Die CPU-Last ist im Direct3D-Modus unter Umständen geringer als im Bitmap-Modus. Die Einblendung von Overlay-Daten und eine Skalierung des Videobildes sind möglich.

Der Direct3D-Modus und die Overlayfunktionen können über die API-Funktion is_DirectRenderer() konfiguriert werden.

Abb. 7: Funktionsweise des Direct3D-Modus

Abb. 7: Funktionsweise des Direct3D-Modus

3. OpenGL-Modus

OpenGL steht für Open Graphics Library und ist eine Schnittstellen-Spezifikation zur Grafik-Hardware. Im Gegensatz zu Direct3D steht OpenGL nicht nur unter Windows sondern auch unter Linux oder MacOS zur Verfügung, sofern OpenGL von der Grafik-Hardware unterstützt wird. Es gibt verschiedene Implementationen von OpenGL, z.B. von NVIDIA® oder AMD/ATI, d. h. die Implementationen sind immer abhängig vom Grafikkarten-Hersteller.

Abb. 8: Funktionsweise des OpenGL-Modus

Abb. 8: Funktionsweise des OpenGL-Modus

Vergleich der Darstellungsmodi

Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Merkmale der Darstellungsmodi gegenüber.

 

Bitmap-Modus

Direct3D-Modus

OpenGL-Modus

Anforderungen Grafikkarte

Niedrig. Keine spezielle Grafikhardware erforderlich. Läuft auf jedem System.

Hoch. Grafikkarte muss Direct3D unterstützen. Läuft nicht auf allen Systemen.

Hoch. Grafikkarte muss OpenGL unterstützen.

Betriebssystem

Windows, Linux

Nur Windows mit DirectX

Plattformübergreifend

Programmieraufwand

Höher. Speicherverwaltung, Event-Handling und Darstellung durch die Anwendung.

Niedrig. Speicherverwaltung, Event-Handling und Darstellung durch DirectX.

Hoch. OpenGL selbst stellt keine Funktionen für das Öffnen von Fenstern oder Einlesen von Dateien zur Verfügung. Es gibt jedoch entsprechenden Bibliotheken, z.B. GLUT.

CPU-Belastung

Geringfügig erhöht durch Kopieren der Daten.

Niedrig. Grafikkarte übernimmt die Darstellung.

Niedrig. Grafikkarte übernimmt die Darstellung.

Overlay-Funktionen

Nicht vorhanden. Einfaches Overlay kann jedoch selbst programmiert werden.

Integriert. Komplexe Overlays können flackerfrei dargestellt werden.

Integriert.

Zugriff auf Bildspeicher

Direkt möglich. Bilddaten liegen bereits im Benutzer-Speicher.

Über den Steal-Modus möglich. Es können einzelne Bilder in den Benutzerspeicher kopiert werden.

Über den Steal-Modus möglich. Es können einzelne Bilder in den Benutzerspeicher kopiert werden.