Zeitlicher Ablauf im Blitzbetrieb (Triggermodus)

uEye Kamera-Handbuch Version 4.92


Zeitlicher Ablauf im Blitzbetrieb (Triggermodus)

Bei Verwendung des digitalen Ausgangs zur Blitzsteuerung können eine Verzögerung (Delay) und die Dauer (Duration) des Blitzes eingestellt werden. Das Blitztiming kann vom Kameratreiber automatisch oder manuell angepasst werden.

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Hinweis zu Sensorlatenz und Verzögerungszeiten

Die Sensorlatenz ist technisch bedingt und hängt vom Sensortyp sowie der Bildgeometrie, dem Pixeltakt und bei CCD-Sensoren zusätzlich von der Belichtungszeit ab. Die Latenzzeit ist für eine bestimmte Parameterkombination konstant.

Triggerverzögerung, Blitzverzögerung und -dauer sind optional und lassen sich per Software einstellen.

Die Abbildungen zeigen die Abläufe beim Bildeinzug schematisch. Die Zeiten für Belichtung und Auslesen des Sensors sowie Übertragung hängen vom Kameramodell und den aktuellen Parametern ab.

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Hinweis zur UI-214x/UI-614x

Bei den Modellen UI-214x/UI-614x sind Beginn und Ende des Blitzsignals auch im Automatikmodus exakt zur Belichtungszeit synchronisiert. Der Blitzausgang wird erst nach Ablauf der Sensorlatenz aktiv. Die Sensorlatenz ist bei diesen Sensoren nicht von der Belichtungszeit abhängig.

Automatikblitz

Für Blitzverzögerung = 0 und Blitzdauer = 0 wird das Blitzsignal automatisch zur Belichtungszeit synchronisiert.

Vorteil des Automatikblitzes ist, dass der Blitz automatisch synchronisiert wird, wenn sich Einstellungen der Bildgeometrie oder des Kameratimings ändern.

Nachteilig ist, dass das Blitzsignal geringfügig länger aktiv ist als die Belichtungszeit. Die Blitzdauer mit Automatikblitz ist bei Rolling-Shutter-Sensoren länger als bei Global-Shutter-Sensoren.

Abb. 55: Blitztiming mit Global-Shutter-Sensor, Automatikblitz, Triggerverzögerung optional

Abb. 55: Blitztiming mit Global-Shutter-Sensor, Automatikblitz,
Triggerverzögerung optional

Abb. 56: Blitztiming mit Rolling-Shutter-Sensor, Automatikblitz, Triggerverzögerung optional

Abb. 56: Blitztiming mit Rolling-Shutter-Sensor, Automatikblitz,
Triggerverzögerung optional

Manuelle Blitzsynchronisierung

Wenn einer der Parameter Blitzverzögerung oder Blitzdauer auf einen Wert größer 0 gesetzt ist, kann das Blitzsignal an einen wählbaren Punkt der Belichtung verschoben oder in der Dauer geändert werden. Die Blitzverzögerung wird in diesem Fall exakt ab dem Start der Belichtungszeit gerechnet (nach Ablauf der Sensorlatenz). Wenn das Blitzsignal manuell mit der Belichtungszeit synchronisiert werden soll, können die benötigten Werte über is_IO() abgefragt werden.

Vorteil der manuellen Blitzsynchronisierung ist, dass der Blitz exakt ab dem Start der Belichtungszeit geschaltet werden kann. Dies gilt sowohl für Rolling- als auch für Global-Shutter-Sensoren. Dadurch lässt sich mit der manuellen Blitzsynchronisierung höhere Genauigkeit als mit dem Automatikblitz erreichen.

Nachteilig ist, dass das Blitzsignal neu synchronisiert werden muss, wenn sich Einstellungen der Bildgeometrie oder des Kameratimings ändern.

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Durch passende Auswahl der Verzögerung und Dauer kann bei Rolling-Shutter-Sensoren der Rolling-Shutter-Effekt verhindert werden (Global-Flash-Funktion). Die passenden Werte können über is_IO() abgefragt werden.

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Der Blitzausgang wird mit dem Start der nachfolgenden Bildaufnahme zurückgesetzt. Dies gilt auch, wenn eine längere Blitzdauer eingestellt wurde.

Abb. 57: Blitztiming,  benutzerdefinierte Blitzdauer

Abb. 57: Blitztiming,  benutzerdefinierte Blitzdauer

Abb. 58: Blitztiming, benutzerdefinierte Blitzdauer und -verzögerung, Triggerverzögerung optional

Abb. 58: Blitztiming, benutzerdefinierte Blitzdauer und -verzögerung,
Triggerverzögerung optional

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